Video:
http://www.swr.de/report/-/id=233454/vv=teaser-12/nid=233454/did=6770834/118eboo/index.html
Norwegen könnte mit Strom aus Wasserkraft 60 europäische Atomkraftwerke ersetzen. Mehrere Firmen wollen ein erstes Kabel von Norwegen nach Deutschland verlegen, das Projekt NORGER. So könnte sauberer und billiger Strom (1.400 MW) in beide Richtungen fließen: Überschüssige deutsche Windkraft ließe sich in norwegischen Pumpspeicherkraftwerken speichern und bei Bedarf nach Deutschland zurückholen.
Doch es fehlt eine simple Verordnung um das Seekabel ans deutsche Netz anschließen zu können. Für das zuständige Bundeswirtschaftsministerium besteht "kein Änderungsbedarf". Der Bundesverband Windenergie sieht NORGER durch die Bundesregierung blockiert.
Deutschlandfunk, Sendung "Umwelt und Verbraucher" 01.09.2010:
Unfairer Vergleich von Ausstieg und Laufzeitverlängerung
- Germanwatch-Pressemitteilung -
Bonn, 1.9.2010: Germanwatch hat eine erste Kurzanalyse der von der
Bundesregierung vorgelegten Szenarien zum zukünftigen Energiekonzept
Deutschlands erstellt. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass die
Verlängerungsszenarien für die Nutzung der Atomkraft nicht fair mit dem
Ausstiegsszenario verglichen werden.
Pressemitteilung
Bonn, 26.08.10. Bevor der Bundesregierung morgen Szenarien für ein neues Energiekonzept vorgelegt werden, veröffentlichte die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch heute eine Studie, die vier wichtige Niedrig-Energie-Szenarien für Deutschland untersucht. Dabei handelt es sich um das "Leitszenario 2009" im Auftrag des Bundesumweltministeriums, das "Szenario 3 der Energiezukunft 2050" im Auftrag der Energieversorger EnBW, E.ON Energie, RWE Power und Vattenfall Europe, das "Modell Deutschland. Klimaschutz bis 2050" im Auftrag von WWF Deutschland und der "Klimaschutz: Plan B 2050" im Auftrag von Greenpeace Deutschland.
Bertrand Russell
1872 - 1970
... Ich möchte jedoch jetzt in vollem Ernst erklären, dass in der heutigen Welt sehr viel Unheil entsteht aus dem Glauben an den überragenden Wert der Arbeit an sich, und dass der Weg zu Glück und Wohlfahrt in einer organisierten Arbeitseinschränkung zu sehen ist.
...
In der Vergangenheit gab es eine kleine Klasse von Müßigen und eine größere arbeitende Klasse. Die Klasse der Müßigen genoss Vorteile, die auf sozialer Ungerechtigkeit beruhten; dadurch wurde sie zwangsläufig tyrannisch und gefühlsarm und musste Theorien zur Rechtfertigung ihrer Vorrechte erfinden. Das alles schmälerte stark ihre Verdienste, aber trotz dieser Schattenseiten hat sie fast alles geschaffen, was wir Zivilisation nennen. Sie förderte die Künste und entdeckte die Wissenschaften; sie schrieb Bücher, entwickelte Philosophien und vervollkommnete die gesellschaftlichen Beziehungen. Selbst die Befreiung der Unterdrückten wurde gewöhnlich von oben her eingeleitet. Ohne die Klasse der Müßiggänger wären die Menschen heute noch Barbaren.
Da geht es um Klimawandel und Erdölknappheit, um "Kostenwahrheit", die intelligente Logistik fördert, um Transportvermeidung und regionale Wirtschaftskreisläufe, um die Zukunft der Menschheit vorwiegend als Stadtbewohner, die Notwendigkeit einer internationalen Mobilitätspolitik und - strategie, Städte im Gleichgewicht und den Ausbau der Öffentlichen Personennahverkehrs, um Stressminderung durch lahmgelegten Flugverkehr und um das Abstreifen alter Gewohnheiten.
Und im drittletzten Absatz heißt es: