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Leben 2050

Leben ohne Öl, Leben in Zeiten des Klimawandels 

Wenn dir danach ist, kannst du hier gern deine Gefühle, Hoffnungen, Wünsche, Visionen,  Ängste und Wut mitteilen, Informationen, die solches bei dir auslösen und was es sonst noch in dir gibt, wenn du über die Zukunft unseres Planeten, unseres Landes, unserer Stadt und Nachbarschaft und unserer Kinder nachdenkst. 

Bitte beachte dabei folgende Regeln:

Sprich von dir, über dich, über deine Gefühle, Bedürfnisse und Gedanken.

Bitte keine der leider üblichen Diskussionen und Streitgespräche, keine Beleidigungen und persönlichen Anfeindungen. 

Jede Meinung hat ihre Hintergründe, jedes Gefühl seine Berechtigung, jede Äußerung ist erlaubt und hörenswert, solange sie nicht darauf abzielt, die Gefühle anderer zu verletzen oder für unzulässig zu erklären.

UND LOS!

 

 

 

 

 

 

 

Hier für den Anfang mal ein kurzer briefwechsel mit transitionerin natalie aus wellington, die ich über utopia kennengelernt hab, wo ich neuerdings gelegentlich verkehre:

Hallo Rahel,

schoen von dir zu hoeren. Ihr seid, soweit ich weiss, die erste (und einzige?) deutsche Transition-Initiative?! Ich lebe seit 8 Jahren in Wellington, Neuseeland, und hier hat die Bewegung wirklich eingeschlagen. Allerdings ist die Situation (insb. die Bevoelkerungsdichte) hier auch eine andere. In Sachen Grosstaedte liesse sich sicherlich etwas von einigen der englischen Initiativen lernen. Freut mich aber zu hoeren, dass es doch Interesse fuer TT in Deutschland gibt. Bei meinem letzten Besuch war das Feedback diesbezueglich sehr verhalten - mir schienen doch noch alle von den Technologieloesungen ueberzeugt zu sein, und sehr wenig bereit, sich ihren Konsumlifestyle mal grundsaetzlich anzugucken. Und wenn man von einer Abkehr von Globalisierung sprach, erntete man nur empoerte Blicke. Schau gern mal auf unsere Webseite www.transitiontowns.org.nz und wenn ein Austausch von Erfahrungen fuer Euch nuetzlich ist, tritt gern mit mir in Kontakt. Ich bin erreichbar ueber nafinda at slingshot dot co dot nz. Herzliche Gruesse aus Wellington! Natalie ------------------------------------------------------------------------------

Hi, natalie, wellington! bei utopia denk ich immer, wir sind alle nachbarn :-D. dein transition vision award klingt gut! besonders der Preis :-). mach ich vielleicht bald mal nach - vielleicht mit nem Glas selbst gekochter marmelade...? ich hab einen autor aufgetan, der theaterstüke aus interviews zusammenschreibt und nun erstmal interviews führt zu "2050 - leben ohne öl" - mal sehen, wohin uns das führt. vielen dank für dein angebot, dich um rat zu fragen - darauf komme ich später sicher gern noch zurück! hier in berlin sind wir in friedrichshain-kreuzberg bisher die einzigen, es gibt allerdings einige initiativen inzwischen, u. a. in bielefeld, kassel, in beetzendorf (altmark), und eine ag peak oil um den journalisten paul nellen, die gern eine transition initiative in hamburg gründen will - das lässt doch hoffen. hier in berlin wächst die gruppe nur langsam, ich fange jetzt mit ein paar mitstreitern an, in meiner nachbarschaft, meinem kiez, konkreter zu werden - friedrichshain-kreuzberg mit 280 000 einwohnern erscheint mir noch zu groß! es gibt in berlin natürlich auch schon etliche initiativen zu nachhaltigem leben u. agieren - aller dings könnte - denke ich - transition die brücke bilden zu all den noch nicht das klima aktiv schützenden nachbarn, die vielleicht angesteckt werden können durch die örtliche nähe und die lebensqualität, die gemeinschaft, den mehrwert verschiedener projekte, die automatisch entstehen werden. darein setze ich meine hoffnung. bei mir in der nachbarschaft wohnen ca. 16000 - auch schon genug, denke ich... (2 x totnes?). und die ablenkungen in berlin sind so groß, der attraktionen so viele. bin gespannt, wie meine nachbarn reagieren werden, bin voller tatendrang und hab schon erste gute erfahrungen gemacht. das macht mut. herzliche grüße,

rahel ------------------------------------------------------------------------------

 

Kommentare

AUWEIA: " Ab heute lebt die Welt auf Pump "

25. September ... heute ist " World Overshoot Day " ....

 

Am heutigen Freitag wird die Menschheit alle natürlichen und regenerierbaren Ressourcen verbraucht haben, die uns die Erde in diesem Jahr zur Verfügung stellen kann.
Ab sofort ist der Planet also ökologisch im roten Bereich.
Nach Berechnungen des Global Footprint Network bräuchte die Menschheit derzeit 1,4 Erden, um ihn nicht zu überlasten.
Den ersten "World Overshoot Day", den "Tag der ökologischen Überschuldung", erlebte die Menschheit 1987 am 19. Dezember.
An jenem Tag war alles verbraucht, was eine sich selbst erhaltende Natur binnen 12 Monaten liefern kann:
Wasser , Brennmaterial , Bauholz , Getreide , Fische , und Platz, um Müll zu entsorgen - auch die aus Schornsteinen und Auspuffen in die Atmosphäre geblasenen Schadstoffe.
1995  fiel der Tag schon auf den 21. November - 2006 auf den 9. Oktober .....
"Auf Dauer vernichten wir so unsere eigene Lebensgrundlage", warnt Jürgen Knirsch, Globalisierungsexperte von Greenpeace.
Den größten Anteil an der ökologischen Überschuldung hat den Berechnungen zufolge der weltweite CO2-Ausstoß durch die Abholzung von Urwäldern und der Verkehr.
Dazu kommen neue Umweltkrisen, ausgelöst etwa durch den kanadischen Ölsandabbau, der riesige Mengen Treibhausgase freisetzt.
Das Global Footprint Network wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, eine nachhaltige Welt zu schaffen, in der allen Menschen binnen den ökologischen Grenzen des Planeten ein erfülltes Leben offensteht.

Aus "die tageszeitung" vom 25. September 2009

 

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